ATP-Belastungstest / Mitochondriale Aktivität

Mitochondriopathien

Mitochondrien sind Bestandteile eukaryotischer Zellen und tausendfach in jeder Körperzelle zu finden. Sie erzeugen durch die sogenannte Atmungskette unter Verbrauch von Sauerstoff, Zucker und Phosphat den universellen Energieträger des Organismus: ATP = Adenosintriphosphat.

Störungen der Mitochondrienfunktion können primär vorliegen (genetische Disposition) oder sekundär (erworben) verursacht sein. Zunehmend wird der Begriff der „Mitochondriopathie“ oder „mitochondriale Dysfunktion“ für sekundär bedingte Defizite der Mitochondrienfunktion verwendet.

Auslöser von Mitochondriopathien

  • Mangel an mitochondrialen Kofaktoren z.B. Coenzym Q 10, B2, B3, B12…
  • chronische Fehlernährung
  • chronische Entzündung / Silent Inflammation
  • Nitrosativer Stress
  • Oxidativer Stress
  • Toxische Belastungen
  • Schwermetalle
  • Infektionen
  • Stressüberlastung
  • Schädigende Therapien z.B. Medikamente, Chemotherapie …

Mitochondriopathien bei Zivilisationserkrankungen / Multisystemerkrankungen  

  • Chronische Erschöpfung (CFS)
  • Fehlende Regenerationskapazität
  • Multichemische Sensitivität (MCS)
  • Atherosklerose
  • Krebserkrankungen
  • Immunschwächen
  • Infektionen (EBV, HIV, CMV, Candida etc.)
  • Neurodegenerative Erkrankungen (Alzheimer, Parkinson)
  • Infektanfälligkeit
  • Allergien
  • Chronische Entzündungen / Silent Inflammation
  • Schwermetallintoxikationen (Blei, Quecksilber …)
  • Fibromyalgiesyndrom (FMS)
  • Elektrosensitivität, Elektrosmogbelastung
  • Geopathie (Erdstrahlen/Wasseradern)
  • Burnout
  • Migräne

Die ATP-Messung ermöglicht Hinweise auf
Funktion, Kapazität und Belastbarkeit der Mitochondrien.

ATP-Belastungstest 

ATP-Synthese nach Belastung

Mit dem ATP-Belastungstest kann beurteilt werden, ob die Energiebildung der reversibel geschädigten Mitochondrien ausreichend ist. Mit dem ATP-Belastungstest wird die ATP-Konzentration und die Regenerationsfähigkeit der Mitochondrien in unterschiedlichen Belastungssituationen ermittelt. Die ATP-Messung in Leukozyten spiegelt unter den Testbedingungen die ATP-Konzentration in den Muskelzellen wieder.

ATP-Eingangsmessung
Hierbei wird die ATP-Konzentration in unbehandelten Leukozyten bestimmt.

ATP-Belastungsmessung
Hierbei werden die Mitochondrien reversibel gehemmt und die ATP-Konzentration ermittelt. Unter der Hemmung nimmt die ATP-Konzentration deutlich ab.

ATP-Regenerationsmessung
Hierbei wird die Hemmung aufgehoben und die ATP-Konzentration ermittelt.  Wird der Hemmstoff wieder entfernt, beginnt sich die Elektronentransportkette zu regenerieren und die ATP-Bildung steigt an (Recovery-ATP). Diese Messung simuliert die Regenerationsmöglichkeiten der Mitochondrien nach einer sportlichen Belastung oder nach Stressbelastungen.

ATP-Regenerationsleistung
Hierbei wird die Regenerationsleistung durch die Relation der ATP-Regenerationsmessung / ATP-Eingangsmessung ermittelt, die zwischen 45-60 % liegen sollte.

Residualpotential
Dies errechnet sich aus dem Verhältnis der ATP-Belastungsmessung / ATP-Eingangsmessung und sollte über 30 % liegen. Es sagt aus, wie schnell ATP unter Belastung verbraucht wird. Werden Steigerungen von 25 % nicht erreicht, ist sicher von einer gestörten Mitochondrien-Regeneration auszugehen.

Die ersten drei Daten sind die wichtigsten, die beiden letzten sind Rechengrößen.

Laborbefunde: ATP-Belastungstest

Patient 64 J.

Patient 69 J.

Patientin, 84 J.
Praxisbefunde NHP W.P. Bales

Mitochondriale Aktivität 

Beurteilung des Membranpotentials

In der Behandlung chronischer Erkrankungen ist die Mitochondrien-Diagnostik ein grundlegender Baustein. Mit diesem neu entwickelten Test ist es möglich, den Schädigungsgrad der Mitochondrienmembran zu differenzieren. Eine einsetzende Fehlfunktion des Membranpotentials kann frühzeitig festgestellt und eine Therapie eingeleitet werden, bevor degenerative Prozesse einsetzen. Es werden die gesamten Leukozyten analysiert.

In diesem Test werden die Mitochondrien unterteilt in:

  • intakte Mitochondrien = Energiebildung optimal
  • geschädigte Mitochondrien = Funktionsverlust & Energiemangel

Erhöhte geschädigte Mitochondrien werden differenziert in:

  • reversibel geschädigte Mitochondrien = wieder aktivierbare
  • irreversibel geschädigte Mitochondrien = nicht aktivierbare

Je höher der Anteil der irreversibel geschädigten Mitochondrien umso wichtiger ist die Unterstützung der Neubildung von Mitochondrien durch spezielle Nahrungsergänzungsmittel, (NEMs), diverse Therapiemittel und Therapiemethoden sowie Infusionen und körperliche Aktivitäten. Mehr dazu unter: Mitochondriale Regenerationstherapie (siehe Link unten).

Laborbefunde: Mitochondriale Aktivität

Patient, 64 J.

Nach 3 Monaten oraler Therapie

Patient 69 J. Nach 3 Monaten oraler TherapieNach reduzierter oraler Erhaltungstherapie 

Patientin, 84 J.
Nach 6 Monaten oraler TherapieNach reduzierter oraler ErhaltungstherapiePraxisbefunde NHP W.P. Bales  

ATP-Modulatortest

In absehbarer Zeit wird es auch möglich sein ATP-Modulatoren zu testen, so dass beim Patienten dann gezielt die ATP-Modulatoren eingesetzt werden können, die individuell die beste Unterstützung bei der körpereigenen ATP-Bildung garantieren.

Wann sind diese ATP-Analysen sinnvoll?  

  • Chronische Erschöpfung (CFS)
  • Herz- & Gefäß-Krankheiten
  • Infektionen
  • Immunschwächen
  • Mitochondriopathien
  • Chronischen Krankheiten
  • Multisystemerkrankungen
  • Therapien mit Antibiotika/Virostatika/Zytostatika
  • Risikopatienten
  • Prävention
  • Good Aging – Länger gesund & vital leben
  • Verlaufskontrolle
  • Therapeutisches Monitoring

Weiterführende Diagnostik:

  • Coenzym Q 10
  • Vollblutmineralanalyse
  • Vitamine B1, B2, B6, B12
  • Nitrotyrosin

Quellen:
[1] Biovis-Labor: Mitochondriale Aktivität, Fachinformation
[2] Biovis-Labor: Mitochondriopathie – Diagnostik der erworbenen Mitochondriopathien und des nitrosativen Stresses
[3] Weber, M.: Q 10 – Die Erfolgsgeschichte eines Vitalstoffes, 2009

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