COVID-19 – Präventive Diagnostik & Therapie

Klinische Symptome und Krankheitsentwicklung bei COVID-19

Patienten, die sich mit dem Corona-Virus (SARS-CoV-2) infiziert haben, zeigen überwiegend typische grippale Symptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Frösteln, Fieber, Muskelschmerzen, trockener Husten, Halsschmerzen, selten Durchfall. Ein ausgeprägter Schnupfen spricht dagegen eher gegen eine Coronavirus-Infektion.

In schweren Fällen kommt es im weiteren Verlauf zu Atemnot und Lungenentzündung sowie einem Mangel an Lymphozyten. Durch die aktivierten Makrophagen und TH1-Immunzellen kommt es in der zweiten Phase der Infektion zu einer Überreaktion des Immunsystems mit einer überschießenden Entzündungsreaktion (Zytokinsturm) durch Interleukin 1, 6 und TNF-alpha, die vor allem im Lungengewebe stattfindet. Das Entzündungsgeschehen breitet sich aber offensichtlich systemisch über die Gefäße im ganzen Körper aus, was als Covid-19-Endothelliitis bezeichnet wird.

Gefährdete Gruppen

Zu den Risikokrankheiten gehören Menschen mit Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Erkranungen der Atemwege und der Lungen sowie Diabetes, Krebs und Immunschwäche.

Inzwischen gibt es Ärzte, die die Covid-19-Erkrankung fast wie eine Systemerkrankung charakterisieren, die neben der Lunge sowohl das kardiovaskuläre System als auch das Nervensystem betreffe, auch bei Patienten, die vorher gesund waren. Dabei ist auch der Anteil jüngerer Patienten höher als anfangs vermutet. Selbst genesene Patienten würden noch über viele Beschwerden klagen wie Müdigkeit, Atemnot, Gelenk- und Brustschmerzen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Durchfall u.a.m.
Gerade diese Beschwerden könnten durch komplementäre Therapien gut unterstützt werden.

Viren und Bakterien sind „Opportunisten“,
sie sind Nutznießer von ungewöhnlichen Situationen,
von Schwächen des Wirts. [6]

Immunsystem & antivirale Abwehrkraft vorbeugend stärken

Da es bisher weder wirksame Medikamente noch Impfungen gibt, kommt neben Maßnahmen der Infektionsvermeidung durch Hygieneregeln (Abstand, Mund-/Nasenschutz, Handhygiene) und gezielten Testungen (SARS-CoV-2-PCR-Test und Antikörpertest) vor allem der Prävention (Vorbeugung) eine besondere Bedeutung zu.

Zudem werden inzwischen die Hoffnungen der Wirksamkeit einer langanhaltenden Immunität durch eine mögliche Impfung gedämpft, da nach Erkenntnissen der München Klinik Schwabing mit Chefarzt C. Wendtner und Erkenntnissen chinesischer Forscher  bei bereits Infizierten die Antikörper nach zwei Monaten vor allem bei Patienten mit symptomfreiem Verlauf stark zurückgingen, aber auch bei tatsächlich erkrankten Patienten die Werte deutlich abfielen. [22]

Mit alternativer/biologischer Medizin ist es möglich
das Immunsystem und die antivirale Abwehrkraft
nachhaltig sowohl vo
rbeugend als auch
nach dem Ende der akuten Corona-Infektion zu stärken.

TH1/TH2/TH17-Immunbalance – Natürliche Killerzellen – Helferzellen

Für die Eliminierung von viralen, bakteriellen und mykotischen Antigenen ist beim Erstkontakt entscheidend, in welchem Zustand sich das Immunsystem zum Zeitpunkt einer Infektion befindet. Dabei spielen vor allem die TH1/TH2/TH17-Immunbalance, die Funktion der Natürlichen Killerzellen und die sogenannten Helferzellen (CD4) eine zentrale Rolle. Vor allem kommt es bei der Immunbalance auf Interferon gamma (IFN-y) und Interleukin 2 an.

Eine TH1-Dominanz (erhöhtes IFN-y) ist meist mit einer sytemischen Entzündungsreaktion gekoppelt, d.h. mit erhöhtem Tumor-Nekrose-Faktor alpha (TNF-a) und/oder Interleukin 6 und weiteren Zytokinen.

Bei vermindertem IFN-y und Interleukin 2 fehlt dem Immunsystem die Schlagkraft in Kooperation mit den Natürlichen Killerzellen (NK) und den Helferzellen virale, bakterielle, mykotische und andere Zellerreger in ausreichendem Maße abzuwehren bzw. zu eliminieren. Dies geht häufig einher mit verminderten Natürlichen Killerzellen und Helferzellen. Dann spricht man von einer Immun- oder Abwehrschwäche.

Natürliche Killerzellen & Antikörperbildung

Bei der Abwehr jeglicher Viren ist das Zusammenspiel von angeborener und erworbener Immunantwort besonders wichtig. Dabei stellen die Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) die erste Verteidigungslinie dar. Wenn Viren durch diese angeborene Immunantwort nicht unter Kontrolle gebracht werden können, wird die adaptive (erworbene) Immunreaktion ausgelöst. Hierbei spielen die Bildung von Antikörpern durch B-Lymphozyten sowie zytotoxische T-Lymphoyzten und Neutrophile eine entscheidende Rolle.

Im Grunde sterben wir nicht an den Viren, sondern an einer ganz bestimmten Disposition wie einer Immunschwäche, ohne die sich kein Virus in unserem Organismus als schwere Krankheit ausbreiten kann. [10]

Wichtiger Hinweis
Akute Corona-Virus-Infektionen (SARS-CoV-2) dürfen nach Infektionsschutzgesetz nur von Ärzten festgestellt und behandelt werden. Auch die kombinierten Covid-19-Antikörper-Tests auf IgG/IgM-Antikörper dürfen nur von Ärzten veranlasst werden, da IgM  möglicherweise eine akute Infektion anzeigen könnte.

Die nachfolgend beschriebene „Präventive COVID-19-Diagnostik“ und darauf aufbauende Therapie sowie die komplementäre Unterstützung nach dem Ende einer akuten Corona-Infektion kann durch einen Heilpraktiker erfolgen.

EliSpot Virenabwehr – TH1 Immunkompetenz

Mit dem EliSpot-Test  lässt sich die Funktionsfähigkeit des adaptiven (erworbenen) Immunsystems zur Virenabwehr beurteilen. Hierbei werden Immunzellen mit Antigenen von Viren (Recall Antigene) stimuliert und anschließend die Reaktion der zytotoxischen T-Lymphozyten anhand der Interferon gamma-Sekretion beurteilt. Werden Defizite festgestellt kann das adaptive Immunsystem präventiv durch gezielte Therapieschritte gestärkt werden. (Beispiel-Befunde am Ende des Artikels)

Immunsystemrelevante Themen & Nährstoffe

Ein Organismus mit bereits geschwächtem Immunsystem bietet Viren ein ideales Milieu um sich zu vermehren. Für ein schlagkräftiges Immunsystem sind daher folgende Themen & Nährstoffe besonders wichtig:

  • Vitamin C (Ascorbinsäure)
  • Melatonin
  • Zink
  • Selen
  • Vitamin A, B 6, B12, Folsäure
  • Vitamin D
  • Omega 3 (EPA/DHA)
  • Glutathion
  • Darmimmunität
    – sekretorisches Immunglobulin A
    – ß-Defensin 2
    – Bakterielle Immunmodulation
  • Mitochondriale Funktion
  • Systemische Entzündung
  • Umweltbelastungen (Schwermetalle, Elektrosmog, Feinstaub …)
  • Stress, Ängste, seelische Belastungen
  • Das Immunsystem stärken und Schwächung vermeiden

Vitamin C

Vitamin C hat vielfältige Funktionen im menschlichen Körper. Auf das Immunsystem bezogen  ist es der Immunbooster schlechthin. So stimuliert es die Bildung der weißen Blutkörperchen und trägt zur Bildung von Interferonen bei. Das sind Proteine, die nicht nur immunstimulierend wirken, sondern auch antiviral und antibakteriell sind. Außerdem erhöht Vitamin C die Aktivität der sogenannten natürlichen Killerzellen, die virusinfizierte Zellen oder Krebszellen identifizieren und abtöten können.

Vitamin C-Mangel erhöht Risiko und Schwere von viralen Infektionen und oxidative Membranschäden durch Lipidperoxidation sowie die Belastung mit entzündungsfördernden Zytokinen. Vitamin C kann auf verschiedenen Ebenen wirken. Es kann oxidativen Stress reduzieren, das mitochondriale Membranpotential, die Furinexpression und die Immunabwehr regulieren, um das Fortschreiten von Zytokinstürmen einzudämmen oder diesen vorzubeugen. Ebenso kann Vitamin C vermehrt Stickstoffmonoxid bilden, was bei Patienten mit kardiovaskulären Krankheiten und Bluthochdruck wichtig ist, da es zur Erweiterung der Blutgefäße und damit zu einer besseren Durchblutung beiträgt.T-Lymphozyten und andere Immunzellen können Vitamin C anreichern, weshalb die Vitamin C-Spiegel dieser Zellen im Vergleich zum Blut 10- bis 100-fach höher sind.

Bei einer aktuellen klinischen chinesischen Studie mit 50 mittelschweren bis schweren Covid-19-Infektionen stabilisierte und verbesserte sich der Lungenstatus bei allen behandelten Patienten. Alle 50 Patienten, die Vitamin C intravenös erhielten, konnten schließlich geheilt und entlassen werden.  Keiner ist gestorben und es gab keine Nebenwirkungen. Während bei anderen Patienten die Krankenhausdauer durchschnittlich 30 Tage dauerte, verkürzte sie sich bei den mit Vitamin C- behandelten Patienten um 3-5 Tage.

Melatonin

Melatonin ist in der Lage proinflammatorische Zytokinstürme, die durch den  Covid-19-Erreger, SARS-CoV-2, hervorgerufen werden, zu hemmen und so vor akuten Lungenschädigungen zu schützen. In einer Studie konnte auch gezeigt werden, dass niedrige Dosen von Melatonin über eine längere Zeit vor Entzündungen, oxidativen Stress und einer Schädigung der Mitochondrien schützen.

Melatonin hat eine doppelt so hohe antioxidative Wirkung wie Vitamin E. Es konnte nachgewiesen werden, dass Melatonin die Vermehrung und Reifung von natürlichen Killerzellen, T- und B-Lymphozyten, Granulozyten und Monozyten sowohl im Knochenmark als auch in anderen Geweben verbessert. Melatonin reguliert die NF-kB Aktivierung in T-Zellen und Lungengewebe herunter. Die entzündungshemmende Wirkung erfolgt über Sirtuin-1.

Nrf2 ist das Zentrum der körpereigenen Antioxidantien. Dieser Weg wirkt auf hunderte von Genen, die ein körpereigenes antioxidatives Abwehrsystem aufbauen. Nrf2 ist auch für den Schutz der Lunge von entscheidender Bedeutung. In Studien konnte die Hochregulation von Nrf2 durch Melatonin gezeigt werden. Daher sei es wahrscheinlich, dass Melatonin auch darüber einen schützenden Effekt bei durch Covid-19 ausgelösten Lungenerkrankungen hat wie ALI/ADRS.
ALI = Acute Lung Injury = akute entzündliche Lungenschädigung;
ADRS = Acute respiratory Distress Syndrom = akutes Lungenversagen/akutes Atemnotsyndrom.

In einer Studie führte die Einnahme von 6 mg/Tag Melatonin zu einem starken Rückgang des Serumspiegels von Interleukin 6, TNF-alpha und hs-CRP.

Melatonin wird bei Dunkelheit nicht nur in der Zirbeldrüse (Epiphyse) gebildet, sondern in allen Zellen, auch in Mitochondrien. Auch höhere Dosen über einen längeren Zeitraum sollen keine gefährlichen Nebenwirkungen hervorrufen. Ein anderes Labor weist bei Befunden allerdings daraufhin, dass zu hohe Melatoninspiegel zu Tagesmüdigkeit führen können.

Sinnvoll ist daher die Untersuchung von Melatonin im Speichel (nachts 2 Uhr), um es individuell richtig dosieren zu können. Der individuelle Verbrauch und Bedarf sollte durch Kontrolluntersuchungen geprüft werden.

Zink  

Zink ist an über 300 Enzymen und Coenzymen beteiligt und kann hemmend oder beschleunigend in Stoffwechselprozesse eingreifen. Beim Immunsystem ist Zink beteiligt an der Differenzierung der T-Zellen und der Überführung in die aktive Form. Außerdem beeinflusst es die Aktivität der T-Helfer-, T-Killer-, NK-Zellen und Lymphokine. Es steigert sowohl die zelluläre als auch die humorale Immunabwehr.

Ein Zinkmangel erhöht die Anfälligkeit für bakterielle und virale Infektionen. Speziell im Zusammenhang mit Corona-Virus-Infektionen ist die Verminderung der ACE2-Aktivität, die Verbesserung der Barrierefunktion der Schleimhaut sowie die Reduzierung einer überschießenden Entzündung durch Zink hervorzuheben. Ferner kommt es zu einer Überproduktion von proinflammatorischen Zytokinen, zur gestörten Reifung der T-Lymphozyten in der Thymusdrüse, zur Thymus-Atrophie sowie einer Verminderung von naiven B-Zellen, die für die Antikörperbildung wichtig sind. Ferner kommt es zur Dysbalance der TH1- und TH2-Helferzellen, zu einer Zunahme von entzündungsfördernden Th-17-Helferzellen und der Abnahme der regulatorischen T-Zellen (IL10).

Eine Erhöhung der intrazellulären Zink-Konzentration kann die Vermehrung zahlreicher RNA-Viren wirksam hemmen, wie man 2010 auch bei SARS-CoV nachweisen konnte.

Empfehlungen von Prof. Streeck
Prof. Streeck empfiehlt bei einer milden Corona-Infektion, die zu Hause auskuriert wird, Ingwer als Tee und für Mundspülungen, da dieser speziell für die Schleimhäute im Rachen nützlich sei. Auch Vitamin C und D hätten sich bewährt. Zink empfiehlt er allenfalls in der Anfangsphase der Erkrankung, da zu viel Zink den angestrebten Therapieeffekt ins Gegenteil verkehren und das Immunsystem beeinträchtigen könne. [20]

Selen 

Ein Selenmangel schwächt das Immunsystem und kann zu einer erhöhten Krankheitsentwicklung bei Virusinfektionen führen. Selen regt die Antikörperproduktion an und kann die Bildung von Interferon-gamma fördern. Bei Selenmangel ist die Bildung von Antikörpern und Lymphozyten verringert und die Immunkompetenz beeinträchtigt. Ein Selenmangel begünstigt eine TH2-Dominanz, während ein ausreichend hoher Selenlevel die TH1-TH2-Balance in Richtung TH1 fördert. Selen erhöht ferner die Produktion des entzündungshemmenden Prostaglandins, während es die Bildung des entzündungsfördernden Prostaglandins E2 (PGE2) in Makrophagen verringert.

Eine Virusinfektion verursacht eine erhöhte Bildung von ROS (oxidativer Stress) sowohl in den Mitochondrien als auch in Phagozyten, der durch Selen abgefangen werden kann.

Selbst die heutige Vollwerternährung sichert keinen optimalen Selenspiegel, weil die Böden ausgelaugt sind.

Wie man zwischenzeitlich herausgefunden hat, kann Selen auch das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) hemmen, was zu einer vermehrten Expression von ACE2-Rezeptoren führt. SARS-CoV-2 infiziert die Wirtszellen durch Bindung an ACE2-Rezeptoren, so dass eine Verstärkung von COVID-19-Infektionen durch Selen und ACE-Hemmer möglich ist. Diese Studie bezieht sich allerdings auf eine spezielle neue Selenform, dem  Selenonein, das meines Wissens nach bislang nicht im Handel ist. Vor allem bei Kombinationen aus ACE-Hemmern bei Bluthochdruck und Selengabe soll Vorsicht geboten sein bei einem über die Norm hinausgehenden Selenspiegel. Bei akuten Covid-19-Infektionen sollte daher keine unkontrolliert hohen Selen-Dosen eingenommen werden.

Chinesische Forschungen mit Selen
Ein internationales Forscherteam in Hefei, China, hat untersucht, ob eine gute Versorgung mit dem Spurenelement die Chancen verbessert, von einer Covid-19-Infektion zu genesen.

Tatsächlich war die Heilungsrate in der Stadt Enshi fast dreimal höher als in anderen Städten der stark betroffenen Hubei-Provinz. Die Bevölkerung in Enshi hat die höchste Selenaufnahme in China. In Regionen mit extrem selenarmen Böden war die Sterberate hingegen fünfmal so hoch. Gute Nahrungsquellen für Selen sind Paranüsse, Fleisch, Eier, Fisch und Hartweizen. [19]

Selen sollte im Vollblut untersucht werden. Ein gesunder Selenspiegel im Blut liegt bei 130-150 µg.

Vitamin A 

Vitamin A ist primär als Augenvitamin bekannt. Es hat aber auch bezüglich des Immunsystems wichtige Aufgaben. So unterstützt es die Schleimhäute in ihrer Funktion als Barriere gegen das Eindringen von Bakterien und Viren (sekretorisches IgA), es ist an der Produktion von Antikörpern beteiligt und aktiviert wichtige Immunzellen wie Neutrophile, Makrophagen, NK-Zellen, T-Helferzellen und B-Zellen.

Vitamin B6 

Vitamin B6 unterstützt die Immunkompetenz z.B. bezüglich Lymphozytenvermehrung und Antikörperbildung. Es ist ferner wichtig im Homocystein-, Glutathion- und Nukleinsäurestoffwechsel. 

Vitamin B12 

Vitamin B 12 spielt u.a. eine wichtige Rolle bei der Blutbildung, dem Homocystein-, Folsäure-, Mitochondrien- und Neurotransmitterstoffwechsel als auch im Protein-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel sowie  der Zellentwicklung 

Folsäure  

Folsäure trägt vor allem zu normalen Blutbildung und Immunfunktion bei, unterstützt den Homocysteinstoffwechsel und die Zellteilung, trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei und verringert Müdigkeit und Erschöpfung. Es ist außerdem beteiligt an der Biosynthse von Phospholipiden, Melatonin und Neurotransmittern wie z.B. Adrenalin und Serotonin.

Vitamin D 

Vitamin D kann spezifisch gegen das Coronavirus schützen. Es verstärkt die Produktion von antiviralen Peptiden wie Cathelicidin und Defensin, die das Virus daran hindern Wirtszellen zu infizieren. Es schützt vor einem proinflammatorischen Zytokinsturm und verhindert effektiv Lungenschädigungen. Vitamin D wirkt immunmodulierend und hemmt die TH1-Immunantwort, indem es die Produktion profinflammatorischer Zytokine hemmt. Gleichzeitig fördert es die Bildung  von entzündungshemmenden TH1-Zytokinen und stärkt die Bildung von regulatorischen Zellen.

Aus Studien ist bekannt, dass Vitamin D-Mangel anfällig macht für Atemwegserkrankungen, Lungenentzündung und virale Infekte allgemein. Ein optimaler Vitamin D-Spiegel kann das Risiko für Virusinfektionen massiv verringern. Dr. von Helden weist auf eine Metastudie aus Changsha (China) hin, die zeigte, dass das Risiko, an einer Lungenentzündung zu erkranken, um das Sechsfache steigt, wenn der Vitamin D-Spiegel unter 30 ng/ml liegt. Eine britische Studie von Adria R. Martineau zeigte die virushemmende Wirkung von Cathelicidin gegen umhüllte und gegen nicht umhüllte Viren. Cathelicidine spielen neben Defensinen eine entscheidende Rolle bei der Immunabwehr gegen invasive Viren- und Bakterieninfektionen. Voraussetzung für die Produktion von Cathelicidin (auch LL-37 genannt), dass Dr. von Helden als körpereigenes Antibiotikum und Virustatikum zugleich bezeichnet, ist eine gute Vitamin D-Versorgung. [13]

Eine unzureichende Vitamin D-Versorgung im Herbst und Winter erhöht bei Menschen jeden Alters erheblich die Anfälligkeit für Infektionen der oberen Atemwege. Im präventiven Bereich sollten Spiegel von 40-60 ng/ml angestrebt werden. Bei akuter Infektion könnten sich auch höhere Spiegel von 80-100  ng/ml zur Hemmung der überschießenden Zytokinproduktion günstig auswirken. [13]

Am bekanntesten ist die Wirkung von Vitamin D auf den Knochenstoffwechsel. Inzwischen weiß man, dass im ganzen Körper Vitamin D-Rezeptoren vorhanden sind. Diese können aber nicht hinreichend versorgt werden, wenn Vitamin D (z.B. 20.000 IE) nur einmal wöchentlich eingenommen wird. Hierzu ist die täglich Einnahme von bis zu 4.000 IE erforderlich.

Am besten ist aber Vitamin D erst im Blut zu untersuchen, da nur dann eine optimale Dosis-Empfehlung möglich ist. 

Omega 3 (EPA/DHA) 

Omega 3-Fettsäuren sind dafür bekannt, dass sie hormonartige Botenstoffe (Eicosanoide), potente Zellschutzfaktoren und Entzündungshemmer bilden, die bei der Regulierung unseres Stoffwechels und Immunsystems eine wichtige Rolle spielen. Außerdem unterstützen EPA und DHA eine gesunde Darmflora und fördern die Bildung von Endocannabinoiden (CBD), die vor allem an der Regulation der Neurotransmitter beteiligt sind.

Chinesische Wissenschaftler haben zudem im Zusammenhang mit COVID-19 herausgefunden, dass ein Lipidmediator dieser Fettsäuren, das sog. Protektin D1, die Virusvermehrung abschwächen und somit den Verlauf der Infektion positiv beeinflussen könnte.

Es sollte in aller Regel ein Omega-3-Index von >8 angestrebt werden. Auch hierzu gilt, dass erst eine Fettsäurenanalyse eine optimale Dosierung von EPA, DHA und anderer wichtiger Fettsäuren wie z.B. die insbesondere für die Schleimhäute bedeutsame Palmitoleinsäure möglich macht. 

Glutathion  

Glutathion gehört neben Melatonin zu den stärksten körpereigenen Antioxidantien. Gebildet wird es vor allem durch Glutamin, Cystein und Glycin. Glutathion ist insbesondere wichtig für die Entgiftungsfunktionen des Körpers und die optimale Funktion des Immunsystems. Es schützt die Zell- und Mitochondrienmembran vor oxidativem und nitrosativem Stress, unterstützt das Immunsystem bei Infektionen und den Funktionen der Leukozyten im Ablauf von Immunabwehrreaktionen. Es regeneriert Vitamin C und E, hemmt Entzündungsprozesse (NFkB) und kontrolliert die Zellvermehrung. 

Darmimmunität  

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der COVID-19-Pandemie legen nahe, dass SARS-CoV-2 auch an im Darm befindliche ACE-2-Rezeptoren bindet und dort Zellen infizieren könnte. Inzwischen wird  häufiger von gastrointestinalen Symptomen wie Diarrhoe berichtet, die vermutlich oftmals bereits vor Atemwegs-Symptomen auftraten. Es erscheint daher sinnvoll mit präventiven Maßnahmen die Darmimmunität und Schleimhautbarriere zu unterstützen.

Dabei sollte immer eine komplette Stuhluntersuchung bzw. Mikrobiomanalyse erfolgen, da nur damit die Erfassung der gesamten Darmsituation und eine darauf aufbauende optimale Darmtherapie und Darmsanierung möglich ist. Man geht davon aus, dass ca. 70-80 % der Immunzellen im Darm lokalisiert sind. Hinsichtlich der Immunfunktion spielen das sekretorische Immunglobulin A und ß-Defensin 2 eine zentrale Rolle. 

Sekretorisches Immunglobulin A 

Sekretorisches Immunglobulin A (sIgA) befindet sich auf den Schleimhäuten des Menschen und ist in der Lage die Anhaftung oder Penetration von Antigenen, Toxinen, fremden Proteinen und Mikroorganismen an der Mukosa (Darmschleimhaut) zu blockieren. Sekretorisches IgA ist im Darm ist an der Regulation des gesamten Mikrobioms unerlässlich. Ein vermindertes sIgA oder seine Abwesenheit führt dazu, dass Bakterien oder Bestandteile von Bakterien ins Blut übertreten  (LPS/Lipopolysacharide) und eine systemische Aktivierung des Immunsystems auslösen. Endotoxine (LPS) können inzwischen im Blut untersucht  werden.

Viele enteropathogene Viren, die Diarhoe und Erbrechen verursachen führen zu einem starken Anstieg von sIgA innerhalb der ersten Woche nach Viruskontakt. Dies führt zu entzündlichen Prozessen an der Darmschleimhaut. Auch wenn diesbezüglich SARS-CoV-2 noch nicht erforscht ist, erscheint eine Relevanz durchaus wahrscheinlich. Daher sollte sIgA in Stuhlproben mit untersucht und bei einem Mangel präventiv die Bildung und Sekretion mit Probiotika und andern Mitteln unterstützt werden. 

ß-Defensin 2  

Defensine sind Effektormoleküle des angeborenenen Immunsystems und zeigen eine starke antibakterielle, antimykotische und antivirale Aktivität. Sie verfügen über direkte antivirale Mechanismen und modulieren auch indirekt die Antworten unseres Immunsystems auf virale Infektionen. ß-Defensin 2 wird nur dann von den Epithelzellen des Dünn- und Dickdarms exprimiert (gebildet), wenn eine Infektion oder Entzündungsgeschehen des Darms vorliegt. Dies erfolgt durch proinflammatorische (entzündungsfördernde) Zytokine oder die Mikroorganismen selbst. Bei zahlreichen Krankheiten begünstigt ein Mangel an ß-Defensin 2 einen negativen Krankheitsverlauf wie z.B. bei Morbus Crohn und COPD.

Bakterielle Immunmodulation

Zahlreiche bakterielle Arten des intestinalen Mikrobioms beeinflussen lokale und systemische Immunantworten. Besonders Bifidobakterien, Laktobazillen und Enterokokken verstärken die Produktion von sIgA, erhöhen die Zahl der T-Lymphozyten und der NK-Zellen sowie die Aktivierung der TH1-Immunantwort. Um die Darmbarriere zu beurteilen, sollten auch Calprotectin, Zonulin und Alpha 1-Antitrypsin mit untersucht werden.Bei der Mikrobiomanalyse werden auch die für die Mucinbildung und die Schleimhautbarriere  zentral bedeutsamen Bakterien Akkermansia muciniphila und Faecalibacterium prausnitzii mit untersucht. 

Mitochondriale Funktionen 

Mitochondrien (Zellkraftwerke) befinden sich vor allem in den Zellen, die viel Energie verbrauchen. Dazu gehören neben den Gehirnzellen, Muskelzellen, Nervenzellen, Sinneszellen, Eizellen und den aktivsten Körperzellen in Herz, Leber, Muskulatur, Nieren, Bauchspeicheldrüse und der Darmschleimhaut auch die Zellen des Immunsystems. Daher spielen die Mitochondrien auch bei der Bewältigung von bakteriellen, viralen und mykotischen Infektionen eine entscheidende Rolle.

Die Ursachen vieler Zivilisationskrankheiten liegen in einer Funktionsstörung der Mitochondrien, die durch vielfältige Auslöser wie Bakterien, Viren, psychischen, oxidativen- und nitrosativen Stress, Umweltschadstoffe etc. mit der Folge chronischer Entzündung und Immunaktivierung sowie einer Mitochodrienfunktionstörung als Brückenglied zwischen den Triggerfaktoren und der Störung der Immuntoleranz. 

Systemische Entzündung – Silent Inflammation 

Insbesondere chronische Krankheiten und akute virale Infektionen gehen häufig einher mit einer systemischen Entzündung (auch Silent (stille) Inflammation genannt und einer gestörten TH1/TH2/TH17-Immunbalance. Dies kann verschiedene Ursachen haben wie oxidativer, nitrosativer, psychogener Stress, Vitamin-, Mineral-, Fettsäure-, Glutathionmangel, Fettstoffwechsel- und Schwermetallbelastung,  Schilddrüsenunterfunktion und -entzündung, Hormon- und Neurotransmitterdysbalance, systemisches Entzündungsgeschehen, Gefäßentzündung  sowie eine gestörte Darmsituation. Häufig ist damit auch eine mitochondriale Dysfunktion mit ATP-Mangel verbunden.

TNF-apha & Interleukin 6

Ein systemisches Entzündungsgeschehen kann anhand von Tumor-Nekrose-Faktor alpha (TNF-alpha) und Interleukin 6 nachgewiesen werden.

Neopterin

Neopterin ist ein unspezifischer Virusmarker, dessen Konzentration der bei TH1-vermittelten Immunreaktionen und Aktivierung vor allem durch Interferon-gamma ein Marker für Infektionen mit Viren wie dem Erreger von SARS, COVID-19, HIV, Röteln, CMV und anderen Viruserkrankungen ist.  An der Universität Hong Kong wurde Neopterin bei COVID-19 untersucht. Ein quantitativer Schnelltest auf Neopterin eigne sich sehr gut, um COVID-19 unmittelbar beim Arztbesuch auszuschließen. [6]

IP-10

Sensitiver ist allerdings der nicht in der Schulmedizin bekannte Parameter IP-10, Interferon-gamma induced protein. Dies ist ein Biomarker für die Einwirkung von Interferon-gamma auf die Monozyten. Ein erhöhtes IP-10 spricht für eine TH1-dominante systemische zelluläre Immunaktivierung (T-Lymphozytenaktivierung). 

Mannose-Bindendes Lektin (MBL) 

Das Mannose-bindende Lektin (MBL) gehört zum angeborenen Immunsystem. Ein Mangel an diesem Akute-Phase-Protein ist mit gehäuften hartnäckigen Infektionen bzw. einer gehäuften Infektanfälligkeit verbunden. Typische klinische Krankheitsbilder eines MBL-Defekts sind rezidivierende Candidosen oder bakterielle Infekte wie aggressive Pneumokokkeninfektionen oder chronisch rezidivierende Atemwegsinfekte.

Bei der initialen Immunantwort und weit vor der Bildung spezifischer Antikörper erkennen sogenannte Collektine Bakterien und Viren über Oberflächen-Glycoproteine, die diese zerstören und das Komplement-System aktivieren. Im Blut sind Collektine als Mannose-Bindendes Lektin (MBL) vertreten, in der Lunge als das Pendant Surfactant Protein. Diese sind in der Lage Corona-Viren zu binden und eine Infektion zu verhindern. Deren Konzentration in der Lunge nimmt mit dem Alter ab, was möglicherweise die hohe Sterblichkeit älterer Menschen  erklärt.

Genetische Varianten des MBL mit erniedrigten Konzentrationen im Serum stellen ein erhöhtes Infektionsrisiko dar und begünstigen einen progressiven Verlauf insbesondere für Atemwegserkrankungen, explizit auch für SARS-Infektionen. [13]

Ein MBL-Mangel erhöht zudem das Risiko für Autoimmun-Erkrankungen wie Lupus Erythematodes, Rheumatoide Arthritis oder Sjögren-Syndrom. Hohe Konzentrationen deuten auf ein aktives Infektgeschehen hin. 

Covid-19-Endothelliitis 

In einer vom Universitätsspital Zürich veröffentlichten Studie wurde dargestellt, dass die Covid-19-Patienten nicht nur an einer Entzündung der Lunge litten, sondern die Entzündung das gesamte Endothel verschiedenster Organe betraf. Das Endothel ist eine Zellschicht, die eine Art Schutzschild in den Gefäßen bildet und verschiedene Prozesse in den Mikrogefäßen regelt und ausgleicht. Ist dieser Regelungspozess gestört kann dies z.B. Durchblutungsstörungen in den Organen oder in Körpergewebe auslösen, die zum Zelltod und damit zum Absterben dieser Organe oder von Gewebe führen.

Die Forscher schlossen daraus, dass das Virus nicht wie bisher vermutet über die Lunge, sondern über die im Endothel vorkommenden ACE-2-Rezeptoren die körpereigene Verteidigung direkt angreift, sich darüber verteilt und zu einer generalisierten Entzündung im Endothel führt, die dessen Schutzfunktion zum Erliegen bringt. Das Virus löse also nicht nur eine Lungenentzündung aus, sondern direkt eine systemische Endothelliitis, die alle Gefäße erfasse wie Herz-, Hirn-, Lungen-, Nieren- und Darmgefäße. Dadurch würden schwere Mikrozirkulationsstörungen entstehen, die das Herz schädigen, Lungenembolien und Gefäßverschlüsse im Hirn und im Darmtrakt auslösen und zu Multiorganversagen und zum Tod führen können.

Während jüngere Patienten mit dem Angriff der Viren meistens gut zurecht kämen, sei dies bei Patienten mit Bluthochdruck, Diabetes, Herzinsuffizienz oder koronaren Herzkrankheiten anders, da bei diesen Patienten bereits die endotheliale Funktion eingeschränkt sei, und besonders in der Phase, in der sich das Virus am stärksten vermehre, die schon geschwächte Endothelfunktion noch weiter abnehme. 

Lp-PLA2 – Lipoprotein-assoziierte Phospholipase A2 
– spezifischer Biomarker für Gefäßentzündung –  

Die Schulmedizin kennt nur unspezifische Entzündungsmarker wie die Blutsenkung (BSG/ESR) oder CRP (C-reaktives Protein) und ß-2-Mikroglobulin. Lp-PLA2 ist der einzige spezifische Entzündungsparameter für Gefäßentzündungen. Er zeigt das Risiko für kardio- und zerebrovaskuläre (das Gehirn betreffend) Krankheiten im Sinne einer Arteriosklerose an.

Eine Arteriosklerose wird heute als eine chronische, sich über viele Jahre erstreckende Entzündung der Gefäße angesehen. Dabei spielt die Oxidation von LDL‘s eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und beim Fortschreiten der Arteriosklerose. Etablierte Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes, hoher Blutdruck und Blutfettstoffwechselstörungen erklären nur einen Teil der kardiovaskulären Erkrankungen in der Bevölkerung. An der Entstehung einer Arteriosklerose sind entzündliche Prozesse beteiligt. Lp-PLA2 zeigt das Entzündungsgeschehen im Inneren der Gefäße (Endothel) an. Ursache dafür sind sogenannte Plaques, d.h. Ablagerungen in den Gefäßen. Diese können mit natürlichen Mitteln aufgelöst werden.

Meine Erfahrung zeigt, dass eine endotheliale Gefäßentzündung nicht nur bei manifesten chronischen Krankheiten oder Beschwerden vorliegen kann, sondern auch dann, wenn der Patient nichts spürt und noch keine Krankheiten aufgetreten sind.

Furine

Neben den ACE2-Rezeptoren können Furine das Eindringen der Corona-Viren in die Körperzellen fördern und den Zytokinsturm auslösen. Furine sind für die Aktivierung zahlreicher wichtiger Eiweißstoffe in lebenden Zellen zuständig. Sie  kommen überall in unserem Körper vor und sorgen dafür, dass zahlreiche andere Proteine ihre natürlichen Funktionen ausüben können.

Bei einer Reihe von gefährlichen Krankheitserregern wie Ebola, HIV, Anthrax, Diphterie und aktuell bei Corona benutzen Krankheitserreger das Protein Furin, um die Vermehrung des jeweiligen Krankheitserregers zu fördern. An Hemmstoffen und Medikamenten zur Unterdrückung der Furine wird noch geforscht. Ein natürliches Mittel zur Hemmung der Furine soll das Bitterstoff-Chiretakraut sein.

Erhöhtes Eisen/Hämochromatose

Es ist schon lange bekannt, dass z.B. Hepatitis C-Viren und HIV sich besonders gut in einer Wirtszelle vermehren können, wenn diese viel Eisen enthält. Wissenschaftler der Oxford University fanden vor zehn Jahren heraus, dass einige Viren sogar dazu in der Lage sind besonders eisenreiche Zellen aufzuspüren und diese gezielt zu befallen. Und Wissenschaftler der Universität Innsbruck stellten 2014 fest, dass ein gesunder Eisenstoffwechsel mit bedarfsgerechter Aufnahme, Verwendung und vor allem Ausscheidung von Eisen die Resistenz eines Menschen gegen Eindringlinge wie Viren erhöht.

An der iranischen Kermansha University of Medical Sciences wurde im April 2020 eine Studie mit 50 Covid-19-Patienten, die an einer Lungenentzündung leiden, mit HSF-Molekülen (Eisenchelator) behandelt. Dadurch soll die Vermehrung der Viren in den Lungenzellen der Patienten gehemmt werden. Das Ergebnis ist noch nicht bekannt. [15]

Bei Einsatz von Eisenchelatoren sollte man auch an die möglichen Nebenwirkungen denken! Eine bekannte natürliche Therapieform bei Eisenüberladung sind regelmäßige Aderlässe.

Klassische Eisenspeicherkrankheits-Symptome sind Diabetes, Leberschäden, Hautpigmentierung, Gelenkbeschwerden, Herzmuskelschäden, Herzrhythmusstörungen, Schilddrüsenunterfunktion.

Immunsystemschwächende Umweltbelastungen

Schwermetalle

Schwermetalle wie Aluminium, Arsen, Blei, Cadmium, Nickel und Quecksilber haben gemeinsam, das sie das Immunsystem und die Mitochondrien schädigen. Sie reduzieren die Anzahl weißer Blutkörperchen, setzen die Beweglichkeit der Freßzellen herab, blockieren Reparaturenzyme im Zellkern, führen zur Bildung von Autoantikörpern, stören die Informationsübertragung im Immunsystem und führen zu einer erhöhten Anfälligkeit von viralen und bakteriellen Krankheiten und damit verbundenen Entzündungen.

In die Mitochondrien gelangen Metalle über den Blutweg und können letztlich in den Zellkern  eindringen und die Mitochondrien schädigen. Dies führt zu einem Energieverlust der Zellen und zur schnelleren Zellalterung, Spürbar wird das in den am meisten betroffenen Organen, durch nachlassende Muskelleistung einschließlich der Herzmuskelleistung, der Hautalterung, nachlassender Sehkraft, Durchblutungsstörungen bis hin zu Bluthochdruck sowie nachlassender Gedächtnis- und Konzentrationsleistung.

Feinstaub

Feinstaub entsteht vor allem im Straßen-, Flug- und Schiffsverkehr, in Kraft- und Fernheizwerken, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern und Abfallverbrennungsanlagen und vor allem auch in der Silvesternacht.

Feinstaub verursacht Schleimhautreizungen, führt zu lokalen Entzündungen in der Luftröhre, den Bronchien und in der Lunge. Feinstaub kann Plaquebildung in den Blutgefäßen fördern und eine Thromboseneigung verstärken. Er kann das vegetative Nervensystem beeinträchtigen und Lungenschäden, Herzinfarkt und Schlaganfall fördern.

Im Zusammenhang mit Corona dürfte die Feinstaubbelastung in Norditalien mit zu den hohen  Todeszahlen beigetragen haben.

Elektrosmog 

Elektrosmog entsteht durch die zunehmenden uns umgebenden elektrischen und magnetischen Felder durch die drahtlose Kommunikation mit Handy, Bluetooth, Wireless Internet, WLAN usw. und die dazu gehörigen Sendemasten.

Inzwischen gibt es zahlreiche Belege dafür, dass Elektrosmog zu einer Verminderung der Abwehrfunktion der weißen Blutkörperchen führt und dadurch Infekte und Allergien fördert. Es kommt außerdem zur negativen Beeinflussung von Hormonfunktionen, wodurch Schlafstörungen, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen, Depressionen und Konzentrationsstörungen ausgelöst werden. Bei andauernder und verstärkter Elektrosmog-Belastung kann dies zu vegetativer Erschöpfung, chronischer Müdigkeit (CFS), Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Tinnitus, Schwindel, zu Verdauungs- und Sexualstörungen führen. Durch Elektrosmog wird vor allem auch die Epiphyse (Zirbeldrüse) in Mitleidenschaft gezogen, die u.a. für die Bildung des Schlafhormons Melatonin verantwortlich ist.

Letztlich tragen diese Umweltbelastungen zu einer zunehmenden Immunschwäche bei, machen den Körper anfälliger für bakterielle und virale Infektionen und stören vor allem bei der Bewältigung akuter Infektionen massiv die Immunfunktionen. Daher haben derartige Umweltbelastungen gerade in Corona-Zeiten eine besondere Relevanz.

Der stärkste krankmachende Faktor für den Menschen
ist der chronische, negative, angstbesetzte Stress! [8] 

Stress, Ängste, seelische Belastungen  

Prof. K. Möller (Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie der Uni Zürich und ehem. Max-Planck-Institut für molekulare Genetik) hebt die auslösenden Umstände hervor, die zur Veränderung und Vermehrung von Viren führen können wie Hunger, Krieg, Nässe, Kälte, Enge, Wunden und mangelnde Hygiene. [6]

Es sind aber auch weitere Ursachen für die Veränderung und Vermehrung von Viren bekannt wie Stress, Überforderung, Ängste, seelische Konflikte und Belastungen, Traumata, Umweltbelastungen (Luftverschmutzung), Vergiftungen durch chemische Medikamente, Impfungen und Elektrosmogbelastungen.

Die Angst betrifft Körper-Geist-Seele. Die Angst liegt in der chinesischen Symbolik in der Niere, sie geht an die Nieren, die Stabilität ist gefährdet. Angst ist ein schlechter Ratgeber und wir wissen nicht, ob die Angst mehr geschadet hat als der Virus. [18]

Auch R. Dahlke weist darauf hin, dass Angst zur Unterdrückung des Immunsystems führe. Seiner Ansicht nach werde durch die offiziellen Organe der Gesundheitsvorsorge und Politik auch im Fall von Corona, gewollt oder nicht, Panik ausgelöst, wobei Panik die akuteste Angst sei und die Abwehrkräfte unterdrücke. Dies sei auch seitens der Psychoneuroimmunologie längst und mehrfach nachgewiesen. Die Reduzierung von Angst und die Ermöglichung eines angstfreien Lebens sei somit aktive Immunstärkung.

Der Autor beschreibt einen weiteren Aspekt in Bezug auf das Thema Angst, der besagt, dass, wenn wir die vom Leben geforderte Offenheit nicht bewusst leben, diese auf die Körperbühne sinkt. Daher sei es anstatt in der Enge der Angst das Immunsystem zu schwächen wichtig, Offenheit für die Herausforderungen des Lebens zu entwickeln als wirksamste Hilfe für unser Immunsystem.

Wer sich vom Leben nicht mehr erregen lässt,
öffnet seinen Körper Erregern. [16]

Diese Zusammenhänge hinsichtlich viraler Erkrankungen sind durchaus vielen Menschen vertraut z.B. bezüglich Lippenherpes, der durch Stress aufgrund seelischer Belastungen, beruflicher Termine, Sorgen, Prüfungen und Ängste ausgelöst werden kann. Ebenso die Gürtelrose, die durch das Herpes-Virus, Variezella Zoster-Virus, ausgelöst wird und ein Hinweis auf eine vorangegangene Schwächung des Immunsystems durch diverse Stressoren wie z.B.Überforderung, Arbeitsplatzverlust, Tod eines Partners oder nahen Angehörigen oder Beziehungsproblemen sein kann. Auch andere Viren, wie z.B. das Epstein-Barr-Virus, kann durch diverse Stressfaktoren aktiviert werden und vor allem chronische Müdigkeit (CFS) auslösen.

Angst ist mit Abstand das stärkste Gefühl, das über die Aktivierung neuronaler Netzwerke des limbischen Systems, speziell der Amygdala, die im Hirnstamm angelegten Regelsysteme für die integrative Steuerung körperlicher Reaktionen und damit der Selbstheilungskräfte des Organismus zu stören vermag. [8] 

Kritische Anmerkungen zum Managment der Covid-Krise

Die Autoren Dr. B. Kuklinski und N. Fuchs weisen hinsichtlich der  stationären Akutbehandlung der Covid-19-Patienten mit Sauerstoff auf einen wichtigen Zusammenhang hin:

Dass mit der massiven Sauerstoff-Zufuhr aber auch die viral ausgelöste bronchiale Inflammation massiv getriggert und über die tieferen Bronchialbereiche verbreitet wird, dürfte ebenso klar sein. Mit anderen Worten: Jede Oxygenierung erhöht die Bildung destruktiver reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und fordert damit gleichzeitig erhöhten antioxidativen Schutz.

Mit dieser Akutmaßnahme sei das Hauptproblem des entzündeten Lungengewebes getriggert (verstärkt) worden. Ein Ausweg wären hochdosierte Vitamin C-Infusionen  gewesen. Vitamin C könne auch in hohen Dosen keine oxidativen Wirkungen auslösen, weil oxidiertes Vitamin C stabil sei und keine Elektronen raube. Diese Schutzmaßnahme sei aber in keiner der aktuellen Leitlinien vorgesehen. Der Grund sei wohl, dass man mit Vitaminen kein Geld verdienen könne. Infolgedessen plädieren die Autoren für einen anderen Umgang mit Corona.

Von Anfang an hätten die verantwortlichen Entscheidungsträger auf die Prophylaxe, Resistenzstärkung des Volkes setzen müssen, vom Säugling bis zum Senioren. 

Bei sich anbahnenden oder schon grassierenden Virusepidemien, egal ob Influenza, Corona oder Masern, empfehlen die Autoren daher die Gabe von Mikronährstoffen wie Vitamin D, B-Vitamine, Alpha Liponsäure, Spermidin, Omega-3-Fettsäuren, Selen, Vitamin C, Zink, Magnesium, Coenzym Q 10 als Ubiquinol.

Zur Zeit erleben wir die Neuauflage von
„des Kaisers neue Kleider“.
Stattdessen hätten wir nach Kant handeln müssen,
„Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen.“
Immanuel Kant [21]

Das Immunsystem stärken & Schwächung vermeiden

Zur Schwächung des Immunsystems tragen vor allem psychischer Stress und Angst bei. Beides aktiviert den Sympathikus, der Adrenalin und Noradrenalin aktiviert und in der zweiten Stufe Cortisol. Daher stört vor allem langanhaltender, chronischer Stress nachhaltig die Immunkompetenz.

Gerade in Corona-Zeiten sollte es das Ziel sein, die Immunkompetenz zu stärken und alles zu vermeiden, was diese schwächt. Zur Stärkung des Immunsystem tragen vor allem bei: ausreichender Schlaf, gesunde vollwertige Ernährung, Bewegung & sportliche Aktivitäten, regelmäßige Entspannung und soziale Kontakte sowie die vorgenannten Nährstoffe.

Die Aktivierung des Parasympathikus durch Entspannung führt zu einer Erhöhung der Stickstoffmonoxid-Ausscheidung, ein Stoff, den Immunzellen in der ersten Abwehrlinie zur Elimination von Viren und anderen Fremdantigenen verwenden. Es gibt vielfältige Möglichkeiten Entspannung zu aktivieren z.B. durch körperliche Entspannungsmethoden wie Yoga, Chi Gong, bewusstes Atmen, Meditation, Singen… [12] 

Eigeninitiative für immunologische Spezial-Diagnostik

Da Patienten nicht erwarten können, dass sich die Schulmedizin um all diese Themen kümmert,  sollten Patienten selbst aktiv werden und die hierfür notwendige Spezialdiagnostik und darauf aufbauende Therapie bei einem auf diese Themen spezialisierten Heilpraktiker nutzen. Idealerweise sollte dies auch präventiv genutzt werden, wenn noch keine schwerwiegenden Symptome oder Krankheiten vorliegen. Denn ein intaktes und schlagkräftiges  Immunsystem kann jede Art von viralen, bakteriellen oder mykotischen Infektionen besser bewältigen. Eine Einnahme diverser Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel ohne vorhergehende Labordiagnostik ist nicht ratsam und bietet keine Sicherheit das richtige zu tun. 

Biologische Therapie

Alle Themen lassen sich zielgerichtet sehr gut mit diversen Nahrungsergänzungsmitteln bessern. Bei systemischer Entzündung sollte idealerweise ein TNF- oder Interleukin 6-Hemmtest mit Präparatetestung erfolgen. Das Entzündungsgeschehen der Gefäße lässt sich erfahrungsgemäß gut mit natürlichen Mitteln, insbesondere mit einem speziellen Polyphenol-Präparat  beheben. Auch  seitens der Mikroimmuntherapie gibt es Mittel, die bei erhöhten Zytokinen regulierend wirksam sind, das Immusnystem bei „normalem“ oder defizitärem Immunzustand unterstützen oder das hormonelle Gleichgewicht bei immunitärer Erschöpfung fördern und die Immunabwehr stärken. Je nach Situation können auch Vitamin C-Hochdosis-Infusionen und/oder immunstärkende  Infusionen vorbeugend und therapeutisch eingesetzt werden, die das Immunsystem gezielt unterstützen und eine antivirale Wirkung haben.

Fazit

Wie hier dargestellt ist es, wie bei vielen anderen (chronischen) Krankheiten sinnvoll, auch bezüglich Corona,  Influenza und anderen Viruserkrankungen nicht alleine auf wirksame Medikamente und/oder einen Impfstoff zu hoffen, sondern frühzeitig  sich um mögliche Stoffwechsel- und Immunsystem-Dysregulationen zu kümmern und vorbeugend das Immunsystem in einen optimalen Zustand zu versetzen. Ein Immunsystem, dass zum Zeitpunkt einer möglichen Corona-Virus-Infektion relativ intakt, d.h. schlagkräftig ist und eine hohe Immunkompetenz hat und sich nicht bereits in einem belastenden und geschwächten Zustand mit diversen Defiziten und erhöhten Entzündungswerten befindet, wird auch eine Corona-Virus-Infektion besser bewältigen können. Das belegen bereits die zahlreichen Menschen, die eine Corona-Infektion dank ihres fitten Immunsystems symptomlos oder mit geringen  Symptomen ohne Krankenhausaufenthalt überstanden haben.

Unsere Massentierhaltung, wo Viren bei Schweinen und Hühnern ihre Virulenz erhöhen, unsere anwachsenden Bevölkerungen, unser überhebliches und antiquiertes Medizin-/Gesundheitssystem und die Intelligenz der Viren lassen es als Gewissheit erscheinen, dass in Kürze wieder ein pandemischer Virenstamm auftauchen wird. Es ist nur eine Frage der Zeit. Robert Heinlein bemerkte einst: „Bevölkerungsprobleme lösen sich auf schreckliche Art von selbst“. – Viren lernen dazu. Wir sollten das auch tun. (2013) [10]

EliSpot Virenabwehr – TH1 Immunkompetenz

Patient, 64 J., Beruflicher Stress, Elektrosmog, Neurotransmitter- & Hormondysbalance, Mitochondriale Dysfunktion,  CD4-, NK-, TH1-ImmunzellschwächeDer Patient hat eine bereits bekannte ausgeprägte Immunschwäche, die sich auch im EliSpot deutlich abbildet. Das Immunsystem wäre in diesem Zustand mit jeder Art von viralen oder sonstigen Infektionen überfordert.

Patient, 71 J., Präventive DiagnostikDer Patient hat eine gute Immunkompetenz, die sich auch im vorangegangenen Immunstatus und dem TH1/TH2/TH17-Zytokinprofil abbildete.

Praxisbefunde: NHP W.P. Bales

Quellen:
[1] SARS-CoV-2/Covid-19, Biovis-Fachinformation 04/2020
[2] SARS-CoV2-2/Covid-19, Biovis-Fachinformation, Teil 2, 05/2020
[3] Das ist COVID-Endothelliitis, Pressemitteilung des Universitätsspitals Zürich, www.doccheck.com
[4] Gröber, U., Kisters, K., Schmiedel, V., Friedrichsen, H.P., Holzhauer, P., Holick, M.F., Classen, H.G., Kolisek, M.: Corona, Influenza & Co. – Stellenwert von Nährstoffen bei virusbedingten Atemwegserkrankungen, in: Erfahrungsheilkunde Nr. 2/2020, S. 76-81
[5] Gröber, U., Kisters K.: Corona, Influenza & Co. – Wie stärke ich mein Immunsystem? – Patientenratgeber, 2020
[6] Mölling, K.: Viren – Supermacht des Lebens, 2020 – aktualisiert zur Corona-Krise
[7] SARS-CoV-2: Nachweis über Neopterinwert, www.journalmed.de, 15.5.20
[8] Hardtmuth, T.: Anmerkungen zum Corona-Syndrom, Ostern 2020, https://www.agberlin.de/material/pdf/corona-Syndrom_Dr-Thomas-Hardtmuth.pdf
[9] Mensah, P.: Was Sie über Covid-19 wissen müssen, MEGEMIT, Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie, 4/2020
[10] Buhner, S.H.: Pflanzliche Virenkiller – Immunstärkung und natürliche Heilmittel bei schweren und resistenten Virusinfektionen, 1. Aufl. 2016, S.28; Orginalausgabe 2013.
[11] von Helden, D.: Gesund mit der Kraft der Natur – 4 Methoden Ihr körpereigenes Vitamin D zu aktivieren – Extra: So schützen Sie sich mit Vitamin D vor Coronaviren, 2020
[12] Walach, H.: Angeborene Immunität – unsere vergessene Stärke; 22.05.2020, https://harald-walach.de
[13] Bieger, W.: newsletter Lab4more, 28.05.2020
[14] Schütz, B., Passarge, M., Kuenen, R.: Corona und kein Ende in Sicht – Was wir diagnostisch und präventiv tun können, in: OM & Ernährung, S. 91-95, Sonderheft Nr. 17/2020
[15] Ruge, N., Duscher, D.: Altern wird heilbar – Jung bleiben mit der Kraft der 3 Zellkompetenzen, S. 125, 2010
[16] Dahlke, R.: Schutz vor Infektionen – Immunkraft steigern – natürlich und nachhaltig. Unter besonderer Berücksichtigung von Covid-19 und Impfproblematik, S. 12f., S. 85, 2020
[17] Franke, A.: Weltweit erste große genomweite Studie – Kieler Forschungsteam findet Genvarianten für schweren Verlauf von Covid-19; https://nachrichten.idw-online.de, 23.06.2020
[18] Irnich, D.: Körper-Geist-Seele in Zeiten der Pandemie – Editorial, zkm 3/2020
[19] The American Journal of Clinical Nutrition; 28.4.2020, nqaa095 in: natürlich gesund und munter, S. 13,  4/2020
[20] Heepen, G.H.: Coronavirus – Alles, was Sie wissen müssen. Großes Interview mit Prof. Dr. Hendrik Streeck, S. 27, 2020
[21] Kuklinkski. B., Fuchs, N.: Corona-Pandemie – Therapie nach dem Motto „Warum billig, wenn es auch teuer geht?“ oder „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ oder „Des Kaisers neue Kleider“, in: OM & Ernährung, S. F72-75, Nr. 171/2020
[22] dpa: Hoffnung auf Impfstoff sinkt – Genesene Covid-19-Patienten nicht lange immun, in: Kölner Stadt-Anzeiger, S. 1, 13.07.2020

Literatur zum Thema
[1] Heepen, G.H.:Coronavirus – alles, was Sie wissen müssen. Großes Interview mit Prof. Dr. H. Streeck, 2020
[2] Heepen, G.H.: Natürliche Virenkiller – Mit Hilfe der Natur: Immunsystem stärken und Viruserkrankungen vorbeugen. Aktuelle Hinweise zum Corona-Virus, 2020
[3] Steiner, E.: Die stärksten Heilpflanzen gegen Viren & Bakterien – Wie Sie das Immunsystem stärken und Krankheiten natürlich bekämpfen, 2020
[4] Flemmer, A.: Viruserkrankungen natürlich behandeln – Mit effektiven Wirkstoffen gegen Erkältung, Grippe, Herpes, Warzen, Magen-Darm-Infekt, Pfeiffersches Drüsenfieber und vieles mehr, 2017
[5] Dahlke, R.: Schutz vor Infektionen – Immunkraft steigern – natürlich und nachhaltig. Unter besonderer Berücksichtigung von Covid-19 und Impfproblematik, 2020

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Weitere Informationen:
Schrappe, M., Francois-Kettner, H., Knieps, F., Pfaff, H., Püschel, K., Glaeske, G.: Die Pandemie durch SARS-CoV-2/Covid 19 – Datenbasis verbessern – Prävention gezielt weiterentwickeln – Bürgerrechte wahren – Thesenpapier 2.0., 3.5.2020,
http://matthias.schrappe.com/einzel/thesenpapier_corona2.pdf

Forscher warnen vor mehr Tierkrankheiten beim Menschen – Corona war „höchst vorhersehbar“

Noch kämpft die Welt gegen Covid-19. Ein UN-Bericht zeigt jetzt bereits, dass solche Pandemien den Menschen in Zukunft noch öfter drohen könnten. Denn eine Übertragung von Tier zu Mensch passiert immer öfter.

Auszüge
Wenn wir weiterhin die Tierwelt ausbeuten und unsere Ökosysteme zerstören, können wir einen stetigen Strom dieser Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, in den kommenden Jahren erwarten“, warnte UNEP-Chefin Inger Andersen. Der Bericht zeigt, dass unter anderem die zunehmende Nachfrage nach Fleisch, die steigende Urbanisierung und der Klimawandel dazu beitragen.

Diese Faktoren nennt der Bericht
Für den Anstieg sind nach Angaben des Berichts mehrere menschliche Faktoren verantwortlich. Zum einen liegt es demnach an der weltweit zunehmenden Nachfrage nach Tierproteinen und der wachsenden Tierwirtschaft. Dadurch gebe es immer mehr und genetisch ähnlichere Tiere, die anfälliger für Infektionen seien. Auch die zunehmende Ausbeutung der Tierwelt durch das Jagen, den Handel und den Verzehr wilder Tiere spiele eine Rolle, hieß es.

Ein weiterer Grund ist demnach das Bevölkerungswachstum und die rasante Urbanisierung. Städte wachsen, Wälder werden abgeholzt – dadurch kommen Menschen immer mehr mit der Natur und Tieren in Kontakt. In einigen Gegenden würden menschliche Aktivitäten „die natürlichen Puffer, die den Mensch einst vor diesen Erregern geschützt haben, niederreißen“, sagte Doreen Robinson, die Leiterin der Abteilung für Wildtiere bei UNEP.

Auch Klimawandel könnte Anstieg befeuern
Auch der Klimawandel befeuert den Anstieg der Krankheiten. Wärmere Temperaturen können ideale Bedingungen für Erreger und Überträger schaffen, wie der Bericht erklärt. Klimatische Veränderungen könnten beeinflussen, wo etwa Fledermäuse und Affen, von denen einige Erreger ausgehen, und Moskitos – die Erreger oft übertragen – leben.

https://www.welt.de/wissenschaft/article211143391/Corona-Forscher-warnen-vor-mehr-Tierkrankheiten-beim-Menschen.html, 7.7.2020